Wer Verleiht Geld

Die Geld leihen

Er hat Kreditgeber-Geld. Mit einem Darlehen, die Kreditgeber leihen Geld, das er nicht hat. Sie bleibt dort, bis sie vom Kontoinhaber wieder abgehoben wird oder bis die Bank sie an einen Kreditnehmer ausleiht. Das Geld multipliziert sich mit den Zinsen. Die Banken verleihen - was viele heute noch denken - kein vorhandenes Geld, nein, sie generieren es durch Kreditvergabe.

Von wem werden die Anteile an die Börsianer verliehen?

So genannte Short Sellers nehmen sich Anteile und veräußern sie auf dem Handel. Die Zielsetzung: Bevor sie die Anteile an den Kreditgeber zurückgeben müssen, erwerben sie sie am besten am Kapitalmarkt zurück - zu einem günstigeren Auszahlungspreis. Aber woher erhalten sie diese geborgten Anleihen? Eine einfache Lösung ist, dass die meisten Investmentfonds nach ihren Verkaufsprospekten berechtigt sind, Wertschriften aus ihrem Anlagevermögen an Spezialspekulanten zu veräußer.

Im Gegenzug erheben sie eine Mietgebühr, in der Regel einige wenige Prozentpunkte des Aktienwertes. Im Idealfall vereint die Securities Lending auch die Belange der Fondanbieter und ihrer Investoren, da sie die Erträge aus der Securities Lending anteilig nutzen können: Danach erwirtschaftet der Dienstleister zusätzlich zu den Honoraren etwas, und der Investor kann eine höhere Total Return erzielen, da ein Teil der Krediteinnahmen dem Anlagevermögen zugerechnet wird.

Üblicherweise gelten hier ein Prozent für den Provider und zwei Prozent für das Anlagevermögen. Allerdings müssen Dienstleister und Investoren damit zurechtkommen, dass die ausgeliehenen Einzeltitel unter Stress stehen können: So geschah dies zuletzt im Rahmen des Angriffs von Short-Verkäufern auf die Aktien des Zahlungsverkehrsdienstleisters Wirecard, bevor die Finanzaufsichtsbehörde BayFin den Short-Verkauf von Wirecard-Aktien verbot.

Investoren können sich selbst davon überzeugen, ob eine aktueller Titel von Short-Sellern angepeilt wird: Wurden von einem Spekulanten mehr als 0,5 Prozentpunkte aller ausgegebenen Anteile an einem leeren Unternehmen veräußert, muss er dies im Bd. 19,8 Prozentpunkte aller Anteile des Maschinenbauunternehmens Aixtron sind derzeit "leer verkauft". Leerverkäufer setzen auch auf Zeitungen von Heidelberg oder Wirecard.

Einen Überblick gibt die Website shortsell.nl. In der Regel erfolgt der Kredit selbst über gut sortierte Handelszentren, wo potenzielle Kreditgeber angeben, wonach sie Ausschau halten, und Kreditgeber, welche Wertschriften sie ausleihen und wie hoch die Gebühren dafür sind. Im Falle eines Darlehens muss der Kreditgeber auch für den Falle, dass er die Anteile später schuldet, eine Sicherheit bereitstellen.

Dabei nutzen Emittenten von Investmentfonds und Indexfonds die Gelegenheit, Anteile ebenso zu leihen wie Emittenten namhafter Publikumsfonds: So erzielte der renommierte DWS Vermögenssbildungsfonds I im vergangenen Jahr rund 0,25 Pro- zent zusätzliche Erträge aus Wertpapierleihe. Der ETF auf den Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets of Blackrock lag bei 0,11 vH. Diese Mieterträge entsprechen im Verhältnis dazu rund zwei Drittel der gemeldeten Gesamtkostensatzquote von 0,18 Prozentpunkten des ETF.

Achtung: Investoren sollten daher niemals börsengehandelte Fonds ausschließlich auf der Grundlage von Honoraren aufwerten.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum